Niedriger Blutdruck

Ein niedriger Blutdruck ist nicht lebensgefährlich und verursacht im Gegensatz zum Bluthochdruck auch keine anderen schwerwiegenden Krankheiten. Da er zudem vor zahlreichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt schützt, kann er auch als eine Art "Lebensversicherung" angesehen werden.

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann dennoch Beschwerden hervorrufen wie Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Schwindelanfälle denn sinkt der Blutdruck gelangt in das Gehirn weniger Blut und demzufolge erhält es weniger Sauerstoff. Dies führt dann wiederum zu Sehstörrungen, dem sogenannten Schwarzwerden vor den Augen oder Ohrensausen. Ein niedriger Blutdruck kann aber auch bei gesunden Personen die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, sodass die Betroffenen langsamer reagieren und sich schlechter konzentrieren können.

Ist eine Person jedoch zu stark hypoton, können unter Umständen Ohnmachtsanfällen ausgelöst werden. Sollte also ein niedriger Blutdruck bei ihnen zu Beschwerden führen, dann ist ein Arztbesuch empfehlenswert, damit die Hypotonie gegebenenfalls behandelt werden kann. Häufig sind allerdings einfache Maßnahmen oft ausreichend um den Blutdruck wieder zu stabilisierten und Medikamente kommen nur selten zum Einsatz.

Die häufigste Form des niedrigen Blutdrucks ist die primäre Hypotonie, die jedoch nicht als Krankheit definiert ist. Insbesondere jüngere Frauen vor allem dann, wenn diese Eigenschaft bereits in der Familie vorkommt, sind davon betroffen. Dagegen ist die sekundäre Hypotonie auf eine bestehende Grunderkrankung zurückzuführen wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion oder Herzinsuffizienz. Die Ursache kann jedoch auch eine schwere Blutung, Flüssigkeitsverlust oder bestimmte Medikamente sein.

Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn der Wert unter einem bestimmten Messwert liegt. Bei Blutdruckmessungen ist dies üblicherweise der zuerst genannte, der auch als systolischer Wert bezeichnet wird. Bei Männern hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) einen Blutdruck von unter 110/70 mmHg und bei Frauen von weniger als 100/60 mmHg als niedrigen Blutdruck definiert.

Ein niedriger Blutdruck kann mit allgemeinen Maßnahmen verhindert werden, die dazu beitragen, dass die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße stabilisiert wird. Bei regelmäßigem Sport und einer ausgewogenen Ernährung aber auch ausreichend Flüssigkeit, die zwischen 2 - 3 Litern täglich liegen sollte, häufigen Wechselbädern und eventuelle Entspannungstechniken in Stresssituationen kann ein niedriger Blutdruck verhindert werden. Überlastung und Übermüdung sollten Sie ebenfalls vermeiden.